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Der letzte Mankell

Im Frühjahr 2015 in Schweden veröffentlich, im Sommer 2016 in Deutschland: Die schwedischen Gummistiefel. Diesen Roman hat Henning Mankell selbst fertiggestellt. Oft versuchen sich ja andere Autoren an unvollendeten Manuskripten…

„Die schwedischen Gummistiefel“ ist aber tatsächlich SEIN letzter Roman – es war ihm nach seiner Krebsdiagnose ein echtes Anliegen es abzuschließen. Und das verleitet natürlich dazu im ganzen Buch nach Hinweisen zu suchen.

Und wir finden viele davon: Gefühle und Gedanken hinsichtlich des nahenden Todes. Zum Beispiel wird die Krebsdiagnose genau beschrieben oder aber seine Eifersucht auf die junge Generation, die noch das ganze Leben vor sich hat.

Es geht um die Vergänglichkeit, Einsamkeit im Alter, Erinnerungen, die man im Leben gesammelt hat, aber auch um den Blick nach vorn.

Es ist ein melancholischer Roman und ein großes Vermächtnis.

Um was gehts: Das Haus von Fredrik Welin auf seiner schwedischen Schäreninsel brennt bis auf die Grundmauern nieder. Er kann sich in letzter Sekunde retten und steht mit seinen 70 Jahren vor dem Nichts. Schnell wird klar, es handelt sich um Brandstiftung. Und verdächtigt wird: Fredrik Welin. Aber damit nicht genug: Welin verliebt sich unsterblich in eine deutlich jüngere Journalistin, die über den Brand berichtet. Und gleichzeitig gerät seine schwangere Tochter Louise in Paris in Schwierigkeiten. Also reist Fredrik in die Stadt der Liebe um ihr zu helfen und auf einer Schäreninsel brennt ein weiteres Haus nieder.

Den letzten Mankell muss man lesen, weil…

…Henning Mankell einer der erfolgreichsten schwedischen Autoren war

…wir seine Bücher lieben

…wir mit den „Schwedischen Gummistiefeln“ ein Stück Weltliteratur vor uns haben, von einem Autor, der wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hat.

…es ein Abschied ist.

Henning Mankell: „Die schwedischen Gummistiefel“, 480 Seiten, 26 Euro, Paul Zsolnay, ISBN 978-3552057951

 

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