London: Cheyne Walk 16

… ein schickes Haus direkt an der Themse gelegen, im teuren Stadtteil Chelsea. Mit ihrem 25sten Geburtstag erbt Libby Jones ihr Elternhaus, das bis dahin treuhänderisch verwaltet wurde. Der Verkauf würde ein hübsches Sümmchen bringen… an die 7 Mio.

Aber Libby kann sich nicht dazu durchringen es zu verkaufen… noch nicht. Denn in diesem Haus wurde sie als Baby von der Polizei gefunden, allein, ihre Eltern liegen seit 3 Tagen tot in der Küche. Und jetzt erfährt Libby auch, dass sie noch 2 Geschwister hatte – beide wie vom Erdboden verschluckt. Gemeinsam mit einem Reporter, der damals über den Fall berichtet hat und mit seinen Recherchen auch irgendwann an seine Grenzen stieß, will sie mehr über ihre Familie herausfinden. Als sie sich das Haus genauer anschauen will, hat sie das Gefühl nicht allein dort zu sein…

Zur gleichen Zeit macht sich Lucy mit ihren zwei Kindern und dem Hund von Nizza aus auf den Weg nach London. Denn „das Baby ist 25“ und sie wünscht sich nichts mehr, als es wiederzusehen.

Was genau damals geschehen ist, erzählt uns Henry zwischen den Kapiteln über Libby und Lucy – in Rückblicken. Als Teenager muss er mitansehen, wie seine Eltern den falschen Leuten vertrauen, sie bei sich wohnen lassen und damit das ganze Unglück beginnt, dass seine Familie in den Ruin und schlussendlich in den Abgrund reißt.

Fazit

Die Geschichte ist gar nicht so weit hergeholt und schaut mal auf google-maps… das Haus gibt es wirklich. Es ist aber nicht bekannt, ob sich dieser Horror wirklich dort abgespielt hat 🙂 Was damals geschah ist eine Mischung aus Psychothriller und einer Art Familiensaga. Die Autorin beschreibt eine Gemeinschaft, deren zusammenleben alles andere als normal ist. Es geht um Ehebruch, Missbrauch, Gewalt, Liebe, Schwäche, Gier und Kontrolle. Und glaubt nicht, dass dieses Trauma überwunden wurde…

Lisa Jewell: Was damals geschah, aus dem Englischen von Carola Fischer, 432 Seiten, Limes, 15 Euro, ISBN 978-3-8090-2732-4

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