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Vertrauen – kann nicht jeder…

Sabine Durrant hat ihren zweiten Roman veröffentlicht: In deiner Schuld. Ich hab mich sofort an ihr Debüt Die Hochstapler erinnert – ein unblutiger Thriller, dafür aber mit viel Psycho – und so bin ich an der neuen Geschichte nicht vorbei gekommen.

Ein Familie im Griechenland-Urlaub. Die Mutter Tessa zieht sich gerade um und Vater Marcus nickt ein – am Strand – mit einem 3jährigen. Das kann gut gehen, muss es aber nicht, wie in diesem Fall. Das Kind kommt dem Wasser zu nah und wäre fast ertrunken, wenn ihn nicht ein gewisser Dave Jepsom gerettet hätte.

Statt dankbar zu sein, fühlt sich Marcus in seiner Männlichkeit gekränkt. Tessa ist sauer auf ihren unfähigen Mann und hat ein schlechtes Gewissen, weil sie etwas zu lange beim Umziehen geblieben ist.

Zum Dank gibt es für Dave und seine Begleiter ein Essen. Dann aber gehen Tessa und Marcus ihm aus dem Weg, verstecken sich einmal sogar vor ihm.

Zu Hause in London läuft alles wieder seinen gewohnten Gang. Marcus ist Chef einer erfolgreichen PR-Agentur und viel eingebunden. Und Tessa – sie hat für ihren Sohn ihren Job aufgegeben – verbringt ein paar schöne Stunden mit ihrer Affäre.

Eines Abends, die beiden haben gerade Freunde zu Besuch, taucht Dave Jepsom unerwartet auf und zeckt sich auf die Party. Und ja, Dave ist irgendwie komisch. Groß, breit und schweigsam – er passt so zu gar nichts. Dann schleicht er auch noch durchs Haus… total spuky.

Und ab da sehen Tessa und auch Marcus Dave immer öfter – es scheint, als beobachte er sie, um sie immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass sie schlechte Eltern sind und unfähig, auf ihren Sohn aufzupassen. Oh, das schlechte Gewissen nagt! Dabei wollen beide doch eigentlich nur das Richtige tun…

Fazit

Wieder keine Blutlachen, 1 Leiche – aber voll Psycho. Und zwar einfach nur hausgemacht. Tessa und Marcus sind so unsichere Personen und vertrauen sich selbst nicht. Wahnsinn wie weit sich die Gedankenschleifen drehen können. Es gibt einen kleinen Kritikpunkt: Die Auflösung hätte ich mir anders gewünscht, sie hat sich nicht richtig angefühlt. Aber ansonsten echt spaßig!

Sabine Durrant: In deiner Schuld, aus dem Englischen von Karin Dufner, 432 Seiten, Penguin, 11 Euro, ISBN 978-3328104827.

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