…aber nur 3 Meilen. Schließlich müssen die neuen Schuhe noch eingelaufen werden. Bei der Einwohnerdicht von Montana sollte man denken, dass man niemanden trifft. Libby hat immerhin etwas über 2.000!

Auf unserem Weg treffen wir: Vicky, eine ehemalige Lehrerin und ihren Hund Miles beim Gassi gehen, einen Jogger, einen Spaziergänger, die beiden Golfladies Dee und Nancy, Hund Ally im Garten der Nachbarn und Teddy – allein. Ein 7 Monate alter Puppy, ohne sein Herrchen. Teddy ist ausgebüchst. Ein älterer Mann, nicht gut zu Fuß, kam langsam um die Ecke, mit Leckerlis bewaffnet. Also haben wir alle zusammen versucht, Teddy einzufangen. Der hat aber alles für ein lustiges Spiel gehalten. Wer braucht da schon Leckerlis? Auch Copper und sein Herrchen, die kurz darauf dazu gekommen sind, konnten Teddy nicht zum Aufgeben bewegen. Bis folgende Konstellation entstand: Christa vor ihm, Rich hinter ihm, Copper daneben. Das war Teddy so unheimlich, dass er sich liebend gern von seinem Herrchen hoch nehmen ließ.

Und wir sind gerannt – die halbe Brücke über den Libby Creek, bis wir über den Bahngleisen gestanden haben, um dem Lokführer rechtzeitig zuzuwinken. Ich hab mich gefühlt wie ein keines Kind. Vollkommen außer Atmen, enthusiastisch mit den Armen wedelnd und überglücklich, als der Lokführer für uns gehupt hat.

Der Rauch ist über den Tag immer dichter geworden und beißt in den Augen. Er wabert zwischen den Bäumen. All die schönen Aussichten sind hinter der weiß-grauen Wand verschwunden.

Nach unserem täglichen Ausflug zu McDonalds, ihr erinnert euch, nur hier gibts wifi, waren wir einkaufen, bei recht liberalen Amish-People. In ihrem Supermarkt verkaufen sie selbstgemachte Marmelade, Eier, Obst und Gemüse aus den Gärten. Vieles wird aber auch zugekauft, neu verpackt und weiterverkauft. Ich war ein bisschen von der Normalität enttäuscht – ich hatte Männer mit schwarzen Anzügen und Hüten und Frauen in langen Kleidern und Haube erwartet, dazu Pferdegespanne und vorsintflutliche Ansichten. In dieser Siedlung aber sind Autos erlaubt – ebenso Handys und facebook.

Für mich war heute der Tag der Begegnungen. An jeder Ecke wird Smalltalk gehalten und viel gelacht. Ich mag das.

Keine Chance hatte heute die Begegnung mit den Tieren rund ums Haus…. aber die erwisch ich noch!

2 Comments on “These boots are made for walking

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