Das ist einer der berühmtesten Kriminalfälle in den USA. So berühmt, dass Lizzie Borden sogar schon eine eigene Figur bei den Simpsons hatte oder Warehouse 13 ihre Puderdose als Artefakt in die Regale legte, es gibt eine Oper, die nach ihre benannt ist und noch viele viele Rezeptionen mehr.

Aber zur Geschichte: Lizzie Borden wird verdächtigt am 4. August 1892 ihren Vater und ihre Stiefmutter mit einer Axt erschlagen zu haben. Sie wird schnell verhaftet, aber dann von einem Geschworenengericht freigesprochen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt, trotz Tatwaffe und gegensätzlichen, wirren Aussagen Lizzies.

Sarah Schmidt hat in ihrem Debüt-Roman eine neue Geschichte über die Bordens geschrieben. Ein strenger, geiziger Vater, obwohl die Familie mehr als wohlhabend war, eine Stiefmutter, mit der seine beiden Töchter Lizzie und Emma nicht klarkommen, schwesterlicher Neid und Missgunst zwischen den beiden, Gewalt, Unterdrückung, Erpressung. Es ist der Versuch zu erklären, warum Lizzie Borden die Morde hätte verüben können.

Aus unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten werden der 3. und 4. August 1892  rekonstruiert. Es ist kein klassischer Krimi und es gibt auch keine klassische Mordermittlung – vielmehr streut Sarah Schmidt ihre Hinweise wie zufällig ein.

Sarah Schmidt fällt aber kein Urteil – oder doch?

Sarah Schmidt: „Seht, was ich getan habe“, 384 Seiten, 20 Euro, Pendo, ISBN 978-3866124356

Mehr Infos zu Lizzie Borden: http://lizzieandrewborden.com

 

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