…gezaubert von Andrea Canobbio in „Drei Lichtjahre“. Es ist das Spiel einer zaghaften Annäherung zweier Menschen, die immer wieder zögern und zweifeln. Verzweiflung hat das bei mir ausgelöst.

Claudio und Cecilia: Für Claudio, Anfang vierzig, Arzt in einer großen Klinik, ist es Liebe auf den ersten Blick. Dieser Mann – am liebsten hätte ich ihm auf die Sprünge geholfen – er denkt zu viel nach, ist hoffnungslos romantisch und zu schüchtern, um sein Schicksal in die Hand zu nehmen.

Cecilia, ebenfalls Ärztin, neu im Krankenhaus, hat 2 Kinder und hat sich eben gerade von ihrem Mann getrennt. Sie sieht sich gar nicht in einer Liebesbeziehung mit Claudio – er wird eher sowas wie ihr Freund und Vertrauter. Doch es kommt zu einer ersten, ich möchte fast sagen, wilden, Annäherung. Doch Cecelia zieht sich sofort wieder zurück und stößt Claudio vor den Kopf. Er tut natürlich total verständnisvoll, aus Angst, sie ganz zu verlieren. Und dann lernt er Cecilias jüngere und sehr aufgeschlossene Schwester kennen…

Für welche Frau wird sich Claudio entscheiden? Und hier ist noch eine Drehung mehr drin: Erzählt wird „Drei Lichtjahre“ von Claudios Sohn, der ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren ist. Wer also ist seine Mutter?

Fazit:

Am  Anfang braucht man etwas Geduld um reinzukommen. Jeder Gedanke, jede Empfindung ist genau beschrieben, aber gerade das macht „Drei Lichtjahre“ auch so außergewöhnlich. Mit Cecilias Schwester nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird eine unterhaltsame Dreiecksgeschichte. Ein wirklich schöner Liebesroman mit viel Feingefühl und einer leichten Prise Ironie.

Andrea Canobbio, „Drei Lichtjahre“, 448 Seiten, 24,95 Euro, Rowohlt, ISBN 978-349800943-4

 

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