Und ich kann euch sagen für ein rund 2.000 Seelen-Dorf ist hier eine Menge los! In Stumme Zypressen kommt eines Nachts ein fremder ins Dorf und mietet sich auf dem Hof der alten Carlotta ein. Tagsüber schleicht der große, hagere Mann in schwarzer Kleidung um den Marktplatz. Das gefällt den Einwohnern nicht, aber Commissario Luca kann nur die Personalien überprüfen.

Dann fällt ein Schuss. Ein Mann, der dem Fremden sehr ähnlich sieht, wird angeschossen. Das kann kein Zufall sein. Und was haben die zwei toten Gänse in Signora Agnellis Garten mit der ganzen Sache zu tun? Und warum flippt der Fassmacher Tanuzzi plötzlich aus?
Commissario Luca bitte die Vize-Questora Aurora Mair um Hilfe. Es muss doch irgendwas über den Fremden in. Montegiardino rauszufinden sein! Doch die Akte des Fremden steht unter Verschluss…
Na und privat läuft es beim gutausgehenden, talentierten Commissario. Er ist jetzt fest mit der Dottoressa Chiara zusammen und kann sein Glück kaum fassen. Das Essen ist weiterhin eines, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und auch der Méhari läuft noch.
Fazit
Schön, wieder in Montegiardino zu sein! Es ist jetzt der 4te Fall von Commissario Luca und ich verschlinge die Reihe, seit Flüssiges Gold. Es folgten Toskanische Süden und Steinerne Schuld. Und naja, es wird auch noch einen 5ten Band geben – ich bin sicher. Auch Einsteiger können mit Stumme Zypressen anfangen und kommen mit, was Fans von Commissario Luca nicht so gefallen wird. Denn auf den ersten ca. 50 Seiten wird immer wiederholt, wieso, wer, warum usw. – dabei wollte ich so schnell wie möglich erfahren, wie es im Fall und mit Montegiardino weitergeht. Auch das Gefühlsleben von Luca war mir in diesem Band zu plakativ – mag auch nur ein momentaner Eindruck sein. Nichts desto trotz: ich feier Paolo Riva zu seinem sympathischen Städtchen und all seinen Einwohnern. Mehr davon!
Paolo Riva: Stumme Zypressen, Hoffmann & Campe, 240 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-455-01942-1