Schlafen und Verbrechen

Ist es möglich, dass ein Schlafwandler einen Mord begeht? Wie lange kann man überhaupt schlafen und was ist das Resignations-Syndrom? Darüber hat Matthew Blake seinen Thriller Anna O. geschrieben.

Anna O. wird beschuldigt ihre beiden besten Freunde umgebracht zu haben. Allerdings kam es bis jetzt zu keinem Prozess, denn Anna O. ist nach der Tat einfach eingeschlafen und nie wieder aufgewacht. Damit es zu einem Prozess kommen kann wird Anna O. in die Schlafklinik The Abbey verlegt, wo sich Dr. Benedict Prince, Psychologe und Experte für Verbrechen, die im Schlaf begangen werden, sie aufwecken soll.

Prince’s Chefin ruft ihn eines Abends aufgeregt an, er solle eine Akte aus ihrem Safe holen, falls ihr etwas zustößt… Sie wird kurz darauf ermordet und Prince kann sich die Akte über einen so genannten Patient X sichern. Aber in welchem Zusammenhang steht Patient X mit Anna O.? Anna O. war eine junge Journalistin aus reichem Haus und recherchierte in einem Fall, in dem eine Schlafwandlerin ihre beiden Stiefsöhne umgebracht hat. Patient X war ihr Kind.

Fazit

Ein ziemlich guter Plot, wenn ich so meine Zusammenfassung lese. Beim Lesen des Buches allerdings war ich dem Einschlafen nach einigen Seiten schon sehr nah. Zu viele Wiederholungen von Gefühlszuständen, die Geschichte kommt irgendwie nicht in Gang – vielleicht Absicht, weil es ums Schlafen geht – aber einem Thriller wird sie nicht gerecht, auch, wenn hier und da gemordet wird. Ich schätze es ist auch meiner Unaufmerksamkeit geschuldet, dass mir das Ende nicht so richtig klar geworden ist. Verschafft euch am besten selbst einen Eindruck, falls euch das Thema interessiert.

Matthew Blake: Anna O., aus dem Englischen von Andrea Fischer, 480 Seiten, Fischer Verlage, 18 Euro, ISBN 978-3-651-00126-8

Hinterlasse einen Kommentar