Wenn der Kopf zerspringt

Wenn wir ein Problem haben, ob körperlich oder psychisch, suchen wir nach Lösungen. Wahrscheinlich zuerst bei Dr. Google, dann bei einem echten Arzt, bei Freunden, bei Gleichgesinnten – und: in Ratgebern.

Leider versprechen diese Ratgeber oft so viel mehr, als wirklich drin steckt. Oft bleiben wir enttäuscht zurück und weiter hilflos. Ich hätte mir so oft Ratgeber gewünscht, die mal auf den Punkt kommen und echte Lösungsansätze bieten. Aber ich werde nicht müde, den einen zu suchen.

So bin ich auf das Buch von Meike Statkus Migräne-frei: endlich Frieden im Kopf gestoßen. Und guck mal an – die Autorin beschreibt ihren Weg zur ihrer Lösung, und das so gut, dass der Leser aus dieser Methode seinen Nutzen ziehen kann. Sie stellt die T.E.K.E.-Methode vor: Trigger – Energiehaushalt – Körperarbeit – Entspannung. Alles Dinge, die ein Migräniker auf dem Schirm hat, aber auch schnell in den Hintergrund geraten zwischen Alltags- und Arbeitsstress.

Immer wieder gibt sie den Hinweis: jeder Körper ist anders, es gibt nicht nur die eine Lösung. Einfach mal ausprobieren und das Beste für sich aus der T.E.K.E.-Methode ziehen. Es gibt viele Beispiele aus der Praxis, das bringt Orientierung.

Fazit

Ein echter Ratgeber, der Sinn macht. Er hilft sich besser kennenzulernen, auf sich zu achten, mit der Krankheit umzugehen und kann helfen, die Häufigkeit der Anfälle zu mindern. Ich kann das Buch vor allem jungen Menschen empfehlen, die Hilfe brauchen. Für die alten Hasen, wie mich, hat der Ratgeber zwar nicht wirklich was Neues gebracht, aber mich wieder daran erinnert, wie ich mit meinem Verhalten meine Migräne beeinflusse – bzw. eigentlich beeinflussen sollte.

Und hier mein aktuelles persönliches Wundermittel: Kühlkompressen.

Meike Statkus: Migräne-frei: endlich Frieden im Kopf, 224 Seiten, Kailash, ISBN 978-3-424-63242-2

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