Sie waren Königin und König von Ägypten und sie sind Buchtitel der Krimi Reihe des Ex-Tagesschausprechers und Nahostexperten Constantin Schreiber (noch so ein Name, der Geschichte geschrieben hat :-))
Aber zwischen Kleopatra und Echnaton liegen gute 1.300 Jahre. Kleopatra VII. war die letzte Pharaonin und Echnaton ein Pharao des Neuen Reiches, der zusammen mit seiner Frau Nofretete eine revolutionäre monotheistische Religion einführte.

Nach dem ersten Band Kleopatras Grab also nun: Echnatons Fluch in der Krimi-Reihe um die koptische Christin und Kommissarin Theodora Costanda. Nachdem diese den Fall um einen spektakulären Geheimbund in Kairo aufgedeckt hat, ist es ruhig geworden. Ihr Kollege Fadi wurde versetzt und bearbeitet jetzt Bußgeldbescheide, Theodora ist in ein Yoga-Retreat in einem abgelegenen Wüstendörfchen, um über ihre Zukunft nachzudenken. Dort, in der Nähe einer alten Kultstätte hat sich eine Sekte angesiedelt, die Echnaton verehren und die auf den Weltuntergang warten.
Natürlich kann Theodora nicht anders, als diese isolierte Gemeinschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Noch dazu ist ein junges Mädchen verschwunden, deren Mutter in großer Sorge ist. Und dann gibt es den ersten Mord. Theodora findet auch Beweise, doch die bringen auch sie in Lebensgefahr. Und Fadi? Der lässt alle Bußgeldbescheide liegen und springt Theodora zur Seite… und mitten hinein in die Sekte. Alles fanatischer Wahnsinn? Und was hat ein deutscher Arzt mit der ganzen Sache zu tun?
Fazit
Ja, kann man machen. Ich bin bei einer Meinung ziemlich lost. Ganz gut geschrieben, aber kein Pageturner-Niveau. Setting mega interessant, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu klischeehaft. Die Fälle haben eine enorme Tragweite, ich finde sie zu pompös arrangiert. Aber es ist wie immer Geschmacksache, ich kenne viele, die die Ägypten-Krimis von Constantin Schreiber lieben. Ich werde allerdings den Eindruck nicht los, dass sich die Bücher aufgrund des Namens so gut verkaufen – dennoch natürlich größter Respekt für die Arbeit eines jeden Autors, der sich hinsetzt und ein Buch schreibt.
Constantin Schreiber: Echnatons Fluch, 272 Seiten, Hoffmann und Campe, 22 Euro, ISBN 978-3-455-01784-7