…zum ersten Mal: Allmen und Herr Weynfeldt. Es ist bereits der 7. Band der Krimireihe um Johann Friedrich von Allmen, dem „Kunstdetektiv“ von Allmen International Inquiries. Eine Firma, die er zusammen mit seinem Diener Carlos und seiner Köchin Maria unterhält. Wider Willen, irgendwie, denn Allmen hat sein Erbe durchgebracht, die Villa verkaufen müssen – er lebt im Gartenhaus – und muss, um seinen mondänen Lebenswandel zu bezahlen, arbeiten.

Allmen sitzt in einer Bar, leider ist er hier kein Stammgast, und hat kein Bargeld dabei. Er zeckt sich an einen Mann heran, der gut situiert aussieht, Adrian Weynfeldt. Ja, genau der Weynfeldt aus Der letzte Weynfeldt. Weynfeldt, den wir als sehr gutmütig kennen, bezahlt die Rechnung. Die beiden haben sofort eine Basis – sie hatten quasi die gleiche Kinderstube, lieben Kunst, schöne Dinge und geben Geld aus. Allmen beschließt Weynfeldt wieder zu treffen (natürlich hilft im Carlos mit Barem aus).
Kurz darauf bemerkt Weynfeldt, dass ein Bild in seiner Sammlung fehlt und wer ist für die Wiederbeschaffung besser geeignet als Allmen. Im Verdacht sind alle Gäste einer Party – darunter auch Rolf Strasser, der Kunstfälscher, Lorena, mittlerweile Weynfeldts Ex-Lebensgefährtin und Karin, eine Kunstbuchhändlerin, die zu Allmens ersten Mordfall wird.
Fazit
Was für eine wunderbare Idee Allmen und Weynfeldt zusammen zu bringen, die sogar den selben Schneider in Rom haben. Ich glaube, die beiden haben noch eine Menge Abendteuer vor sich. Ich liebe es ja, wenn man nicht damit rechnet, sich in der „Fortsetzung“ eines anderen Romans wieder zu finden. Und dann geht es auch noch um einen Picasso, von dem man nicht weiß, ist er echt oder nicht, von dem Strasser behauptet, er könnte ihn fälschen – herrlich!
Martin Suter: Allmen und Herr Weynfeldt, 224 Seiten, Diogenes, 26 Euro, ISBN 978-3-257-07279-2