Holly

Holly muss eine bemerkenswerte Figur sein, wenn sie ihren Autoren nicht mehr loslässt. Zum ersten Mal begegnet sie uns in der Trilogie Mr. Mercedes von Stephen King. Und jetzt hat er ihr ein eigenes Buch – eine eigene Geschichte – gewidmet.

Holly Gibney bekommt den Auftrag die 24jährige Bonnie zu suchen. Ihre Mutter schlägt Alarm, nachdem sich Bonnie nicht mehr bei ihr gemeldet hat und ihr Fahrrad vor einem leerstehenden Gebäude gefunden wurde. Die Polizei geht davon aus, das Bonnie von sich aus verschwunden ist.

Standardermittlungsarbeit für Holly. Befragungen, Sichtung der letzten Videoaufnahme von Bonnie in einem Supermarkt und ein warmes Gefühl, das den Rücken raufkriecht, wenn sie eine Spur wittert.

Ist Bonnie vielleicht nicht die einzige Person, die hier verschwunden ist? Ist etwa ein Serientäter am Werk?

„Sobald man meint, man hätte das schlimmste gesehen, was Menschen zu bieten haben, stellt man fest, dass man sich geirrt hat. Das Böse ist einfach grenzenlos.“ (Holly, Stephen King 2023)

Fazit

In diesem Roman lernen wir Holly ein bisschen besser kennen, was für mich gar nicht nötig war, weil ich tatsächlich die Robinsons interessanter fand 🙂 Zudem kommt King nicht umhin, seine politische Meinung zu äußeren und den Roman während der Corona-Pandemie spielen zu lassen. Alles in Allem keine wilden Twists und Turns – ein geradliniger Kriminalfall, in dem es etwas härter zugeht als üblich. Ein bisschen was sollte man also gewohnt sein. Bäh!

Stephen King: Holly, aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt, 640 Seiten, Heyne, 28 Euro, ISBN 978-3-453-27433-4

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