Kann man mal machen

Bei mir zu Hause liegen mehrere Stapel Bücher – zwei neben dem Lesesessel, einer neben dem Wohnzimmersessel, 3 extrem hohe neben dem Esstisch, der auch mein Arbeitsplatz ist. Ich hab auf einen größere Bestellung gewartet: Homeless von Eske Hiken, Melody von Martin Suter, Die Insel der tausende Leuchttürme von Walter Moers, Das Café ohne Namen von Robert Seethaler, Holly von Stephen King und Die Waffen des Lichts von Ken Follett (jetzt wisst ihr schon, auf welche Besprechung ihr euch freuen könnt).

Aus den Stapeln musste jetzt was möglichst interessantes her. Und da bin ich auf das Buch von Reinhard Kleindl: Das Gotteselixier gestoßen.

Reinhard Kleindl ist Wissenschaftsjournalist, Extremsportler und hat Theoretische Elementarteilchenphysik studiert. Ein Thriller, der vielversprechend klingt. Es geht um das ewige Leben. Ein Kardinal stirbt einen spektakulären Tod auf dem Petersplatz – seltsam allerdings: Der Körper des 90jährigen Kardinals wirkt wie der eines jungen, gesunden Mannes. In Reykjavik ist die Wissenschaftsjournalistin und Physikerin Samira Amirpour auf der Spur einer Firma, die schreckliche Tierversuche durchführt. Dazu kommt Bischof Stefano Lombardi, der eines Polizistenmordes beschuldigt wird, der in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Tod des Kardinals steht. Und dann offenbart sich ein kirchlicher Geheimbund.

Fazit

Klingt nach Dan Brown? Jups, richtig! Leider schafft es Kleindl nicht, mich bei der Stange zu halten. Vieles macht er absolut richtig: Wir hören die Geschichte mal aus jeder Perspektive, mal aus einer anderen. Es gibt einen Geheimbund, Ritualmorde, eine nationale Krise und eine im Vatikan. Dennoch, die Figuren bleiben mir zu flach, zu schattenhaft und ebenso die Geschichte. Es passiert viel, aber es bleibt das Gefühl, dass wir einfach nicht in die Tiefe vordringen.

Aber lest gerne selbst und hinterlasst mir einen Kommentar – ich bin gespannt auf eure Meinung!

Reinhard Kleindl: Das Gotteselixier, 445 Seiten, Lübbe, 12 Euro, ISBN 978-3-404-18892-5

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