Eine Insel, ein Mörder und kein Entkommen

Das perfekte Setting hat sich Anthony Horowitz für seinen dritten Band Hawthorne ermittelt ausgesucht: Wenn Worte töten.

Horowitz wird zu einem unbekannten Literaturfestival auf der Kanalinsel Alderney eingeladen. Unter der Voraussetzung, er bringt Daniel Hawthorne mit. Eine Lesung mit beiden zusammen, das wär was! Und ist es auch: Anthony und wir lernen eine ganz neue Seite von Daniel kennen, fast schon ist Anthony eifersüchtig, weil der Fokus eben auf dem superduper Kriminalermittler liegt.

Mit ihnen reisen ein Fernsehkoch, eine blinde Seherin, die darüber Bücher schreibt, Anne Cleary, eine Kinderbuchautorin und Maissa Lamar eine junge Lyrikerin aus Frankreich. Dazu liest noch George Ekin, der berühmteste Historiker der Insel. (Ist fast wie bei Cluedo!)

Nach der großen Abschlussparty wird der Mäzen des Festivals tot aufgefunden, ein wertvoller Füller verschwindet und ein Energiekonzern plant zwischen Frankreich und Großbritannien eine Hochspannungsleitung, die über Alderney führen soll und das gefällt den meisten Bewohnern nicht, doch da hatte das Mordopfer die Finger mit drin. Somit wird die Reihe der Verdächtigen immer länger – auf eine Insel, auf der es noch nie einen Mord gegeben hat.

Fazit

Ein wunderbar klassischer Krimi und saubere Ermittlungsarbeit. Dabei ist Daniel Howthorne Anthony Horowitz und uns immer einen Schritt voraus. Wobei: geübte Krimifans verdächtigen schon ab der Mitte die richtige Person, denn plakativ ist einfach nicht Horowitz. Wir lernen die Insel Alderney kennen – ich schätze die wenigsten Menschen waren schon mal dort – und tatsächlich gibt Daniel Hawthorne ein bisschen mehr über sich preis. Wunderbares Duo – ich mag die Reihe!

Anthony Horowitz: Wenn Worte töten, aus dem Englischen von Lutz-W. Wolff, Insel Verlag, 333 Seiten, 24 Euro, ISBN 978-3-458-64373-9

Hinterlasse einen Kommentar