Obwohl Max sich eigentlich nicht beschweren kann, beschließt er seinem Leben ein Ende zu setzen. An dem Ort, an dem er am glücklichsten war – in Südafrika.
Im freien Fall ist die Lebensgeschichte von Max. Quasi das Leben, dass an ihm in Sequenzen vorbeizieht, als er sich einen tiefen Schacht hinunterstürzt.

Max wächst mit einer liebevollen Mutter und einem autoritären Vater auf, dessen Welt sich nur um seine Firma dreht. Der Vater ist hart und ungerecht zu Max, eine rechte Bindung können die beiden nicht finden. Max soll später ja auch das Familienunternehmen weiterführen und sein Vater hält ihn für zu weich. Zum Studium endlich kann Max sich befreien. Er zieht nach Paris. Studiert dort – ohne das seine Eltern es wissen – auch Philosophie. Und Max lernt in Paris seine große Liebe Marie kennen, mit der er auch eine Familie gründet und in Südafrika den Ausbau des Unternehmens seines Vaters voranbringt.
Doch nichts ist, wie es scheint. Und Max verliert nach und nach die Säulen, die sein Leben tragen.
Fazit
Einfach herrlich! Alles ist im freien Fall, stützt.
Was ist Schicksal? Ist das Leben vorbestimmt? Wie frei sind wir in unseren eigenen Entscheidungen? Wieviel Gutes oder Schlechtes entsteht durch uns aber ohne unser direktes Zutun? Und wie gehen wir damit um, wenn unsere Grundfesten zusammenbrechen? Und: sehen wir kurz vor unserem Tod tatsächlich noch mal Sequenzen unseres Lebens? Wenn ja, bin ich gespannt, welche das sein werden.
Ein wunderbares Buch über das Leben, für das Leben.
Helme Heine/ Gisela von Radowitz: Im freien Fall, C.Bertelsmann, 224 Seiten, 22 Euro, ISBN: 978-3-570-10508-5