Achtung: Highlight-Buch!

Ich kann es nicht glauben, dass ich – wieder mal durch einen Zufall – dieses Buch in die Hände bekommen habe. Naja, ganz so zufällig nicht – der Titel: Ein böses Haus und das Cover sind durchaus ansprechend und dann noch aus dem Haus Emons, da kann man nichts verkehrt machen!

Es ist ein recht dünnes Buch mit gerade mal 224 Seiten – die es aber in sich haben. Kurze Kapitel, auf den Punkt und leicht unterkühlt geschrieben. Die Autorin: Gabriella Wollenhaupt.

Die 10jährige Lilli steht unter Verdacht ihre Mutter getötet zu haben. Lilli leidet unter dem Asperger-Syndrom und äußert sich nicht zur Tat, zudem ist sie nicht strafmündig. Die Ermittlungen werden eingestellt – aber Lillis Tante Alix, die Schwester der Toten, glaubt nicht an Lillis Schuld und ermittelt auf eigene Faust. Dazu zieht sie in die Wohnung ihrer Schwester und freundet sich mit den Hausbewohnern und dem Polizisten an, der den Fall anfangs übernommen hat. Wer hat ein Motiv für den Mord? Wer will helfen und wer hat kein Interesse daran, dass Alix rumschnüffelt? Sogar ein gesprächiger Papagei muss im Laufe der Geschichte dran glauben… und es passiert noch einiges mehr. Wohlgemerkt auf 224 Seiten!

Fazit

Unfassbar: jeder der Hausbewohner hat Dreck am Stecken! Der eine mehr, der andere weniger – es ist so wundervoll! Die Sprache, die verstörende Geschichte um Lilli und die Auflösung! Ich hab Das böse Haus sehr genossen und tatsächlich aus Zeitgründen etwas langsamer gelesen. Das hat dazu geführt, dass ich noch gut 30 Seiten übrig hatte und 2 Wochen nicht zum Lesen kam, aber immer wieder über die Geschichte nachgedacht habe. Und dann lichtet sich der Vorhang auf eben diesen letzten gut 30 Seiten. Das war wie eine Erleuchtung.

Gabriella Wollenhaupt: Ein böses Haus, 224 Seiten, Grafit, 13 Euro, ISBN 978-3-98659-005-5

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