1795 – was ein Finale!

… endlich! Der letzte Teil der Trilogie von Niklas Natt och Dag ist da.

Nachdem uns 1794 verzweifelt zurückgelassen hat – die Katastrophe hatte mit dem Brand des Kinderheims ihren Höhepunkt erreicht – geht es weiter mit Cardell und Winge. Der Bösewicht Ceton ist immer noch untergetaucht und treibt weiter sein Unwesen und auch von Anna Stina fehlt jede Spur.

Und Cardell: schlaflos, gezeichnet und immer auf der Suche.

Ihr merkt schon, ein Buch, dass ohne die beiden Vorgänger eher schwierig zu lesen ist.

Denn es geht auch um einen Brief, den Anna Stina im Spinnhaus von der kurzzeitig eingesperrten Rudenschlöd erhalten hat. Darin sollen Namen stehen… Namen, die interessant für das Königshaus sind, denn das sendet alle Häscher aus und macht Jagd auf seine Gegner.

Und immer wieder stellt man sich die Frage, ob Cardell wohl noch lang genug leben wird, um seine Schuld zu begleichen, Anna Stina zu retten und endlich Frieden zu finden… Auch er macht sich keine Freunde, indem er Gutes tut und wie ein Racheengel durch die Stadt zieht.

Fazit

Niklas Natt och Dag ist und bleibt ein unbeschreibliches Talent. Seine Reihe ist „wie eine Zeitmaschine“, schreibt Denis Scheck. Und das kann ich – obwohl ich kein Fan von Scheck bin – genauso unterschreiben. Gleich mit den ersten Zeilen beginnen wir zu riechen, zu sehen und zu fühlen, als wären wir ein Teil Stockholms. Keine Spur hier von der aufkeimenden Epoche der Romantik – aber in der Geschichte selbst, wenn es um Cardell und Anna Stina geht, schon.

Für mich gibt es aktuell nichts Vergleichbares auf dem Markt und ich kann euch die Reihe – wers nüchtern und schonungslos mag – nur ans Herz legen.

Niklas Natt och Dag: 1795, aus dem Schwedischen von Leena Flegler, 528 Seiten, Piper, 16,99 Euro, ISBN 978-3-492-06195-7

Rezension zum ersten Teil: 1793

2 Kommentare

  1. Ui, muss mal sehen, dass ich den auch in die Hände bekomme. Der erste Teil war herausragend, nicht nur im Bereich Krimi, allerdings mE so gut abgeschlossen, dass eine Fortsetzung sich zwangläufig Probleme einhandelt. Warum habe ich damals in meiner Rezension untersucht: https://diekolumnisten.de/2020/01/26/ein-schwieriger-nachfolger-1794-von-niklas-natt-och-dag/
    Aber der Autor ist in der atmosphärischen Gestaltung meist so stark, dass mich das von einem dritten Teil nicht abhalten wird…

    Gefällt 1 Person

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