wenn der alte Tom dich in Versuchung führt

Stuart Turton meldet sich mit einem neuen Roman zurück – fast könnte man sagen: aus der Babypause – Glückwunsch zum Nachwuchs 🙂

Der Tod und das dunkle Meer spielt im Jahr 1634. Die Vereinigte Niederländische Ostindien-Kompanie macht lukrative Geschäfte und hat Außenposten, die sich über Asien und das afrikanische Kap verteilen. Der gewinndringendste ist Batavia – das heutige Jakarta.

Von hier aus will Generalgouverneur Jan Haan mit seiner Frau Sara Wessel, seiner Tochter, seiner Geliebten und deren beiden Söhne nach Amsterdam reisen. Im Gepäck eine äußerst wertvolle Fracht, die es ihm ermöglichen wird, einer der 17 Delegierten – der Heeren XVII – zu werden. Naja, nicht nur eine Fracht… Sondern auch sein Gefangener Samuel Pipps – ein Detektiv – und sein Leibwächter Leutnant Arent Hayes.

Kurz vor der Abreise erscheint ein Aussätziger am Pier und warnt die Reisenden davor, dass dieses Schiff niemals in Amsterdam ankommen wird.

Trotz aller Bedenken sticht die Saardam, so heißt das Schiff, in See. Pipps und Hayes versuchen – mit Hilfe von Sara Wessel zu ergründen, wer und warum jemand das Schiff versenken will. Und dann spukt auch noch der Alte Tom – der Teufel höchstpersönlich – an Bord und es dauert nicht lang, bis die erste Leiche gefunden wird. Und was hat es mit der mysteriösen Kabine 6 und der dort einquartierten Vicomtesse Dalvhain, die keiner zu Gesicht bekommt, auf sich?

Fazit

Was ein Ritt! Und was für ein Nachwort: „Ein Buch kann alles sein, wofür du als Leser dich entscheidest“. Dann ist dieses Buch für mich eine Höllenfahrt, ein Freischlagen von quälender Authentizität und ja, Arent ist auf seine Weise sexy – auch wenn das so nicht gewollt war. Ein Genre? Ja, ein ausgefeilter Krimi und weiter gehe ich nicht. Mr. Turton – ich feier Sie!

Stuart Turton: Der Tod und das dunkle Meer, aus dem Englischen von Dorothee Merkel, Tropen, 25 Euro, ISBN: 978-3-608-50491-0

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