In seinem Heimatland Schweden feiert man Pascal Engman für sein Debüt: Der Patriot. Mit einem Thema, das die Schweden und ganz Europa beschäftigt. Zunehmender Rechtsradikalismus, Terror und Bedrohung der Meinungsfreiheit.

Ein rechter Serienkiller macht Jagd auf alle, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Seine ersten Opfer sind Journalisten. Er will die „Lügenpresse“ zum Schweigen bringen. 

Ein Thema, mit dem sich der Autor Pascal Engman selbst auseinander setzen musste. Er hat bis 2016 noch beim Schwedischen Expressen als Journalist gearbeitet, bis er und seine Kollegen massiv von Rechtspopulisten bedroht wurden. Zum Glück blieb es bei den Drohungen. Aber mit „Der Patriot“ geht Engman einen Schritt weiter.

Journalisten werden ermordet und dabei bleibt es nicht – der Killer setzt sogar einen Terroranschlag um. Und zwar auf eine so perfide Weise, das mich das ganz schön mitgenommen hat. Er entführt die Tochter eines syrische Taxifahrers und zwingt diesen, eine Bombe vor einem Hotel hochgehen zu lassen.

Und niemand scheint den Täter aufhalten zu können. Aber dann soll es ein nächstes Opfer geben: Amanda Lilja, gerade hat auch sie einen Artikel über Flüchtlinge veröffentlicht. Und sie ist die Verbindung zu unserem Helden, einem Soldaten, einem Söldner, der nach langer Zeit nach Stockholm zurückkehrt.

Fazit

Der Patriot ist gelungen konstruiert und enthält immer wieder überraschende Wendungen. Die Geschichte ist mehr als aktuell. Und das Schlimme daran – all das, was dieser Terrorist tut, ist denkbar. Es ist ein Angriff auf unsere Welt, wie wir sie kennen, auf unsere Meinungsfreiheit, unsere Demokratie – und dieser Angriff kommt direkt aus unserer Mitte.

Pascal Engman: Der Patriot, aus dem Schwedischen von Nike Karen Müller, 470 Seiten, 16 Euro, Tropen-Verlag, ISBN 978-3608503654

3 Comments on “Diese Fiktion könnte Wirklichkeit werden

  1. Wie sieht es denn so mit dem Gewaltgrad in diesem Buch aus? Denn die Handlung als solche scheint es durchaus herzugeben, den Protagonisten durch Hektoliter von Blut waten zu lassen. 😉 Sollte das nicht so sein, würde ich mich mit Herrn Engman mal beschäftigen …

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