Schon lange nichts mehr von Bestseller-Autorin J.K. Rowling gehört? Weit gefehlt, denn J.K. Rowling hat schon wieder einen neuen Roman veröffentlich! „Weisser Tod“ ist frisch auf Platz 4 der Spiegelbestsellerliste eingestiegen. Aber hat so ganz und gar nichts mit Harry Potter zu tun, sondern erscheint unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith und ist bereits der vierte Teil einer Krimireihe um das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin Ellacot.

Auch für Neueinsteiger in die eigentliche Reihe ist „Weißer Tod“ bestens geeignet. Die Romane sind in sich schlüssig – aber wer Muse und Zeit hat sollte doch lieber beim ersten Teil anfangen und sich langsam vorarbeiten, denn nur so erlebt man die entstehende und herzzerreißende Beziehungskiste, die sich so nach und nach beim Ermittlerduo Strike und Robin entwickelt.

Es geht – wie immer – um einen Mordfall. Allerdings liegt dieser hier um Jahrzehnte zurück. Billy, ein geistig zurückgebliebener Mann, besucht Strike in dessen Büro. Er erzählt, dass er einen Mord gesehen hat, an einem kleinen  Mädchen oder doch einem Jungen, so sicher ist er sich da nicht. Dann haben sie ihn vergraben, in einer rosa Decke, in der Mulde am Haus. Auch Jimmy hat alles gesehen, sagt Billy, aber der wolle heute davon nichts mehr wissen. Bevor Strike Fragen stellen kann, läuft Billy davon.

Trotz der recht wenigen Anhaltspunkte stellt Strike ein paar Nachforschungen an und wie es der Zufall so will stößt auf besagten Jimmy, Billys Bruder, der in einer regierungskritischen Widerstandsbewegung aktiv ist. Kurze Zeit später meldet sich der britische Kulturminister bei Strike und bittet ihn um Hilfe. Er wird erpresst – und jetzt kommts: von Jimmy. Jetzt wird Strike sogar dafür bezahlt 1 und 1 zusammen zu zählen…

Ja, und wo ist Robin?

Das ist ein echtes Drama! Robin hat tatsächlich ihre Jugendliebe geheiratet und auch Strike hat eine neue Beziehung. Ihr Umgang miteinander ist merklich kühler geworden. Aber geschäftlich gesehen ist Robin jetzt Strikes Partnerin und ermittelt verdeckt im Ministerium. Sie kämpft mit Angstzuständen – im letzten Teil ist sie dem Killer sehr nah gekommen – und mit ihrer doch nicht ganz so glücklichen Ehe…

Fazit

864 Seiten Lesevergnügen! Ich finde, Rowling bzw. Galbraith wird mit jeden Teil besser – vielleicht weil Strike und Robin als Figur immer mehr Tiefe gewinnen – den beiden kann man sich einfach nicht mehr entziehen.

Robert Galbraith: „Weißer Tod“, 864 Seiten, 24,00 Euro, Blanvalet, ISBN 978-3764506988

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